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Neues aus Abstatt

Neues aus Abstatt | Dollmann, Renate | 25.05.2018

Tag der Städtebauförderung und Richtfest der Kindertagesstätte "Ortsmitte"

 

 

 

 

3. Tag der Städtebauförderung in der Gemeinde Abstatt und Richtfest der Kindertagesstätte „Ortsmitte“

 

Am 17. Mai veranstaltete die Gemeinde wieder einen „Tag der Städtebauförderung“. Wurden im vergangenen Jahr noch mit vollstem Einsatz zahlreicher kleiner Handwerker der benachbarten Einrichtungen die Abbrucharbeiten für die damalige Scheune in der Ortsmitte eingeleitet, so konnte nun nicht einmal ein Jahr später ein tolles Baustellenfest gefeiert werden.

 

Mit den Worten „Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf“ eröffnete Bürgermeister Zenth das Baustellenfest, zu dem er rund 150 Gäste begrüßen durfte. Dieses afrikanische Sprichwort wird das Leitmotiv der Kindertagesstätte „Ortsmitte“

werden.  

 

 

 

Auch in diesem Jahr konnte sich der Bürgermeister Zenth wieder auf die tatkräftige Unterstützung der Kinder aus den Einrichtungen „Spatzennest“ und „Hinter der Kirche“ verlassen. Den gesamten Nachmittag haben sie mit ihren Liedbeiträgen und Vorführungen einen maßgeblichen Anteil am Gelingen dieses rustikalen Baustellenfest beigetragen. Ausgestattet mit Bauhelmen, Schutzwesten und allerlei Baustellenwerkzeugen haben alle tatkräftig mitgesungen: „Wir sind die Handwerker!“ – Herzlichen Dank hierfür!

 

 

 

Insgesamt sei die Kindertagesstätte „Ortsmitte“ mit Mensa und Tiefgarage für 4.388.000 Euro geplant. Bisher wurden 23 Gewerke für 3.087.000 Euro vergeben. Noch 6 Gewerke müssen vergeben werden. Bürgermeister Zenth ist froh, dass der Kostenrahmen gehalten werden kann, mit größeren Überraschungen sei nicht mehr zu rechnen. Der Bürgermeister sprach den Handwerkern, Fachplanern und allen an diesem Bauwerk Beteiligten seinen Dank aus und lobte sie für die bislang geleistete Arbeit.

 

Doch neben der Kindertagesstätte stehen in den kommenden Monaten noch weitere Maßnahmen im Sanierungsgebiet an, die von größter Bedeutung für die Gemeinde sind. So liegt ein weiterer Schwerpunkte in der Neugestaltung des Areals um den ehemaligen Schleckermarkt. Es soll neuer Wohnraum mit seniorengerechten Wohnungen geschaffen werden. Zudem soll sich ein Lebensmittelmarkt ansiedeln und eine Postfiliale mit Schreibwarenhandlung soll wieder in den Ortskern zurückkommen. Bürgermeister Zenth betonte, dass es auch äußerst wichtig sei, die bestehende Arztpraxis mit einem Aufzug auszustatten, um somit zukünftig einen behindertengerechten Zugang für die Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.

Weiter solle in diesem Zusammenhang auch der „Place de Léhon“, der Bereich um die Kirche und der Schulhof wieder attraktiver gemacht werden. Die Planungen laufen dieses Jahr noch an. Die Ausführung sei dann ab dem Jahr 2020 angedacht.

 

All diese Projekte werden Abstatt ein neues Gesicht geben. Das Herz „Ortsmitte“ wird neu schlagen.

 

Auch die Landtagsabgeordnete Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch lobte den gelebten Städtebau in der Gemeinde Abstatt. Bereits zu Beginn der 80er Jahre wurde die Gemeinde in das Landessanierungsprogramm aufgenommen und konnte seit diesem Zeitpunkt mehrere Sanierungsmaßnahmen in Millionenhöhe erfolgreich umsetzen. Mit der Unterstützung der Landesmittel entwickelte sich die Gemeinde in den vergangenen Jahrzenten von einem kleinen Bauerndorf in eine zukunftsorientierte und attraktive Kommune, die auch für die Ansiedlung von großen Unternehmen sehr interessant sei.

 

 

 

Anschließend informierte Frau Eppmann, Architektin der Kindertagesstätte, ausführlich über den aktuellen Baufortschritt und erläuterte die Planungen und Gedanken, die in dem Bau umgesetzt werden sollen. So sei die Konzeption des Hauses als kleines Dorf angelegt. Es gibt einen Dorfplatz mit Dorfeiche, ein Rathaus, ein Gasthaus, eine Festwiese und die „gute Stube“.

 

Hintergründe und Möglichkeiten der städtebaulichen Förderung wurden durch den Sanierungsberater der Gemeinde, Herr Wolfang Mielitz von der Landsiedlung Baden-Württemberg erläutert. Einige Vereinbarungen mit Privateigentümern konnten bereits abgeschlossen werden. Er rief weitere Private auf, Modernisierungen und Neubaumaßnahmen durchzuführen und nannte die hierbei bestehenden finanziellen Anreize. Letztlich tragen auch diese Maßnahmen entscheidend zur Verschönerung des Ortsbildes bei.

 

Die interessierten Teilnehmer konnten sich weitere allgemeine Informationen über die Städtebauförderung an einem Infostand einholen und sie hatten zudem die Möglichkeit, sich an einem kleinen Modell und den ausgehängten aktuellen Plänen weiter über die Kindertagesstätte „Ortsmitte“ zu informieren.

 

Bürgermeister Zenth erwähnte in seiner Rede, dass ein Richtfest eigentlich gefeiert werde, wenn der Rohbau eines Gebäudes fertiggestellt sei und der Dachstuhl bzw. das Dach erstellt ist. Bei Gebäuden mit Flachdach werde stattdessen ein Deckenfest gefeiert. Da sich das aber nicht schön anhöre, wurde an diesem Tag noch das „Richtfest“ gefeiert, zu dessen Anlass sich die Firma Bauer dankenswerter Weise bereit erklärt hat, einen traditionellen Richtspruch zu verlesen. Wenig später zerschellte das Weinglas am Boden.

 

 

 

 

 

Nach einem weiteren Liedbeitrag endete der offizielle Teil des Baustellenfests und die Gäste konnten sich im zukünftigen „Gasthaus“ mit verschiedensten Leckereien stärken.